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Periodical article Periodical article Leiden University catalogue Leiden University catalogue WorldCat catalogue WorldCat
Title:Wanderung zwischen den Welten: erkenntnistheoretische Voraussetzungen des Eigen- und Fremdverstehens am Beispiel der afrikanischen Philosophie
Author:Dettmar, Erika
Year:1999
Periodical:Paideuma
Volume:45
Pages:161-180
Language:German
Geographic term:Subsaharan Africa
Subjects:philosophy
images
African identity
Abstract:Die Betrachtung der Entwicklung der afrikanischen Philosophie zeigt, dass das Verstehen des Eigenen und des Fremden nicht getrennt voneinander erfolgen kann, sondern dass Verständnis nur auf der Grundlage des Eingeständnisses des Vermitteltheit beider erreicht wird. Die Definition des 'Eigenen' durch afrikanische Wissenschaftler und Literaten erfolgte anfangs in enger Anlehnung an die objektiv-hermeneutischen Konstrukte europäischer Ethnophilosophen wie Lucien Lévy-Bruhl und Placide Tempels. Diese wiederum verfolgten mit ihrem Entwurf vom 'primitiven Denken' vor allem das Ziel, sich ihrer neuen Identität als Herren im kolonialen Machtverhältnis zu vergewissern. Der wichtigste Vertreter der afrikanischen 'Négritude', Léopold Sédar Senghor, griff im Wesentlichen auf diese Werke zurück. Die Dekolonisierung und die nachfolgende ideologiekritische Analyse des europäisch-afrikanischen Selbst- und Fremdverständnisses war eine wesentliche Voraussetzung für die Wende zur 'vermittelten' Hermeneutik durch europäische Ethnologen und afrikanische Philosophen wie Paulin J. Hountondji, Theophilus Okere und Kwame Anthony Appiah. Die Ermächtigung zur Definition einer eigenen Identität jenseits von Herrschaftsverhältnissen setzt die Befreiung aus dem Gefängnis der Polarität von Eigenem und Fremden voraus. Bibliogr., Fussnoten.
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