| Abstract: | In Dakar, wo der Handel mit illegal produzierten Musikkassetten blüht, hat sich der lokale Produktionsmarkt seit etwa 15 Jahren um eine neue Musikrichtung erweitert: den senegalesischen HipHop. Diese urbane Kunstform erfüllt eine ganz wesentliche Funktion in der senegalesischen Gesellschaft. Es handelt sich dabei um die Enttabuisierung von Themen, die sich aus der starken Verstrickung von Staat und Religion ergeben. Es geht aber auch um das Einfordern von Rechten für die Menschen in den verarmten Ballungszentren der Metropole und um das Aufzeigen von Missständen. Als eindrucksvollstes Beispiel ihrer politischen Einflussnahme, nennen Rapper selbst gerne den Machtwechsel anlässlich der Präsidentschaftswahlen im März 2000, wo über verschiedenste private Radiosender mit Hilfe des Raps die Bevölkerung zum Wählen und zum Wahrnehmen des Wahlrechts aufgefordert wurde. Bibliogr., Discogr., Fussnoten, Zsfg. auf Deutsch und Französisch. [Zusammenfassung aus Zeitschrift] |