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Periodical article Periodical article Leiden University catalogue Leiden University catalogue WorldCat catalogue WorldCat
Title:Das N'ko-Schriftsystem in Guinea: zwischen linguistischer Innovation und prophetisch-messianischer Bewegung
Author:Ebermann, ErwinISNI
Year:2004
Periodical:Stichproben - Vienna Journal of African Studies
Volume:4
Issue:7
Pages:67-87
Language:German
Geographic terms:West Africa
Guinea
Subjects:alphabets
writing systems
Manding
External link:https://stichproben.univie.ac.at/fileadmin/user_upload/p_stichproben/Artikel/Nummer07/Nr7_Ebermann.pdf
Abstract:1949 schuf Souleymane Kanté aus Guinea die Schrift N'ko. Mit der von ihm geschaffenen Schrift wollte Kanté auch Vorurteilen entgegentreten, dass Afrikaner geistig weniger leistungsfähig als Menschen anderer Regionen seien. Im Wissen, dass Schriftsysteme nur dann weitflächig angewendet werden, wenn auch genügend in ihnen verfasste Dokumente vorliegen, verfasste Kanté eine Vielzahl von Werken in der N'ko-Schrift: über die Geschichte der Region, über den Islam, über die Kulturen der Region, ein Lexikon mit 32.500 Einträgen. Dazu übersetzte er viele wesentliche Werke der Weltliteratur in das Maninka unter Verwendung der N'ko-Schrift. Die N'ko-Schrift wurde unter den Maninka Oberguineas rasch populär, verbreitete sich aber unter Nicht-Maninka nur zögerlich, da sowohl die Schrift wie auch ihre Bezeichnung (N'ko = 'Ich sage, daß' im Maninka) auf der Maninka-Sprache basieren und auf sie optimiert sind. Zunehmend erlangte der Begriff N'ko in der Gesellschaft der Maninka Oberguineas die erweiterte Bedeutung 'afrikanisch, einheimisch, autochthon, weder vom Westen noch vom Osten kommend' und inkludierte auch die traditionelle Heilkunst von Heilern der Region. N'ko wurde immer mehr zu einer mystisch angehauchten Renaissance-Bewegung der Maninka-Kultur, deren praktische Verbreitung in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten sehr unterschiedlich ausfällt. Bibliogr., Fussnoten, Zsfg. auf Deutsch und Französisch. [Zusammenfassung aus Zeitschrift]
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